Cloud Atlas

(USA,2012)

Regie: Tom Twyker

Darsteller: Tom Hanks, Halle Berry, Hugh Grant uvm.

 

Wie definiere ich ein Meisterwerk des Films? Nun ich denke vor allem darin, das ich es dutzende Male sehen kann ohne mich zu langweilen. 

Dieser Film des Deutschen Tom Twyker, wurde schon im Vorraus so gehypt, das ich mehr als gespannt war. Leider, wie so oft, wurde ich einmal mehr enttäuscht. Einen Platz in meiner Sammlung wird dieses Machwerk jedenfalls nicht finden, es würde mit der Zeit verstauben. Dies liegt nicht an den grossartigen Darstellenern oder den prächtigen Bildern. Auch nicht an der innovativen Umsetzung mehrere Geschihten verschiedener Epochen quasi zeitgleich zu erzählen. 

Das alles ist wunderbar gelungen. Das wohl in meinen Augen grösste Manko des Films sind die schauerlichen Masken mit denen Hanks und Co. mehrfach versehen worden sind. Was einem auf dem heimischen Bildschirm nicht sofort ins Auge springen wird, wird auf der Kinoleinwand umso unerträglicher. Die eigentlich tolle Idee grandiose Schauspieler verschiedene Rollen spielen zu lassen ist damit grandios gescheitert. Vorallem Tom Hanks scheint kein grosser Freund der Maske gewesen zu sein. Ob deutlich zu erkennende künstliche Glatze, oder eine an eine Karikatur erinnernde Knollnase...Plastik, sichtbare Plastik, wohin das Auge blickt. Schade denn das stört im Laufe des Films gewaltig.

Der zweite Punkt, der mich dazu bringt ernsthaft zu fragen, wie dieser Film, der sich nicht so recht entscheiden kann/will was er ist, auf eine Idbm Wertung von 8,2 (!) kommt, ist der Inhalt.  Liebe, Wiedergeburt, Rassismus uvm. quasi alles wird im Film angerissen. Durch die aber eben noch von mir als innovativ gelobte Epidodenerzählweise, jedoch nichts wirklich richtig. So plätschert der nicht unspannende Film vor sich hin bis zum Ende.

Und da schliesst sich der Kreis. Bei mir zumindest kam kein "Boah den muss ich mir nochmal ansehen"Gefühl auf. Er war zu Ende und gut ist.  Daher wird meine Bewertung fernab und wahrscheinlich deutlich alleinstehend sein :

 

Genrewertung: entfällt (keinem richtigen Genre zuzuorten)

Gesamtwertung: 78 %

17.12.12 14:29, kommentieren

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Die Olsenbande

(Dänemark,1968)

Genre: Komödie

Regie: Erik Balling

Darsteller:  Ove Sprogøe , Poul Bundgaard , Morten Grunwald uw.

 

Der erste der 14 folgigen Reihe, ist wohl noch der Unfertigste. Nichts destso trotz wird hier der Grundstein zum spätere Erfolg der "Serie" gelegt.  Festlegende Handlungen die in späteren Filmen in variantenreichen Versionen auftauchen, kann man hier schon erahnen. Das Ganze wird mit den überaus schrulligen Hauptcharakteren gewürzt, das es kaum wundert warum diese Filme um das Kleinkriminellentrio Egon, Benny und Kjeld, das ein ums andere mal quasi erfolglos die raffiniertesten Coups vollzieht bis in die späten 80er Jahre so beleibt vor allem im Ostblock war. Natürlich sind Optikund Witz mittlerweile in die Jahre gekommen. Und natürlich ist der erste Teil noch ein ganzes Stück vom Kult, der später entstand, entfernt.

Wer sich, ob aus Nostalgie oder aus Neugier, noch einmal an diesen Klassiker heranwagt, sollte genau darauf achten, daser die ursprüngliche DEFA Synchronisation sein eigen nennt. Denn leider versuchte man auch im "Westen" die Filme mit einer eigenen Synchro unterzubringen, die zu Recht aufgrund platter und einfältiger Dialoge scheiterte. 

Altersbedingt und die Gefahr der falschen Synchro, gemischt mit der noch nicht ganz so grossen Orginalität späterer Titel fällt die Bewertung sowohl Genremässig als auch in der Gesamtheit doch etwas niedriger aus, als es der Film verdient.

 

Genre Wertung: 68 %

Gesamtwertung: 61 %

 

9.12.12 19:44, kommentieren

Eden Lake

(GB, 2008)

Genre: Horror, Thriller

Regie: James Watkins

Darsteller: Kelly Reilly, Michael Fassbender uw.  

 

Schon 1972 lehrte uns Burt Reynolds  in "Beim Sterben ist jeder der Erste" (Deliverance/Flussfahrt) das Fürchten vor mörderischen Hintlerwäldlern. Wieviel Neues kann also wohl ein Titel dessen Inhalt fast identisch beginnt schon bringen? Zugegeben diesmal ists keine Gruppe von Männern, sondern nur ein Pärchen. Und auch die Angreifer sind dieses mal einer Gattung zu zuschreiben, die es damals in der Form noch gar nicht gab. Jugendliche, fast noch Kinder. Dennoch schafft es dieser Film ein schon oft beschriebenes Thema eindrucksvoll in Szene zusetzen. Erschreckend vor allem, wenn man noch Szenen aus Berliner U-Bahnhöfen vor Augen hat.

Für mich ist dieser Film in dieser Gattung eine wahre Perle. So gut, das man sich angesichts des eindrucksvollen Spiels fast nicht traut zu sagen: Der war klasse. Denn gleichermassen wie er spannend ist, ist er auch beklemmend, verstörend und wahrlich nichts für schwache Nerven. Die Geister werden sich wie immer scheiden angesichts doch stellenweiser harter Szenen. Ungeachtet dessen, ist dieser Film ein Stern in diesem zuletzt so dürftigen Genre.

Die Genrewertung ist klar. Bei der Gesamtwertung muss ich leider viel Abstriche machen, weil solcher Art Film viele Menschen erschreckt bzw. abstösst.

 

Genre Wertung: 95%

Gesamtwertung: 85 %

 

1 Kommentar 6.12.12 22:30, kommentieren

Cannibal Rising

Genre: Horror

Ich erspar euch einfach Darsteller, Regie etc. Das hat natürlich seinen Grund. Denkt man anfangs noch, das Darsteller und deutsche Synchro noch ganz anständig für ein B-Movie geraten sind, verflüchtigt sich das jedoch schnell in der 2. Hälfte des Films.

Die Story ist altbacken und wohl bekannt. Gruppe Teenager in einer abgeschieden Hütte, wird nacheinander danieder gemetzelt. Diesmal ists halt ein Kannibale. Bei guter Umsetzung wäre das altbekannte Schema noch zu verkraften gewesen. Eben weil anfangs das Ganze noch überzeugend wirkt. Nach gut 40 Minuten als "endlich" alles beginnt, ists dann mit den Hoffnungen auch schon vorbei. Da macht auch eine eingeschobene Vergewaltigungs/Rache Story das Ganze nicht besser.

Die Effekte bzw. die Maske sind nicht schlecht, aber auch nicht wirklich herausragend. Taugt also nicht mal als anständiger Splatter.

Mit zunehmender Dauer wird dieses Machwerk nur noch langweiliger. Bezeichnend das ich diese Kurzkritik teilweise während Ansehens des Films geschrieben habe.

 

Genrebewertung: 40 %

Gesamtbewertung: 30 %

6.12.12 20:18, kommentieren